Prunus domestica subsp. insititia
Die Kriecherl ist ein straff aufrechter Großstrauch bis Kleinbaum, der zu Wurzelbrut neigt. Oft bilden sich ganze Kolonien, die dann als Hecke von gleichartigen Pflanzen auftreten. Die wohlschmeckenden Früchte sind häufig zwetschkenfarbig blau mit graublauer Bereifung.
So erkennt man das Gehölz
Im Winter:
- Die Langtriebe sind mäßig dünn (2-3 mal so dick wie der Blattstiel), meist behaart aber zumindest matt.
In der Vegetationsperiode:
- Klein bis mittelgroße Blätter, oft deutlich länger als 5 cm
- Die Blüten sind rein weiß, sie haben auch weiße Staubgefäße.
- Die Früchte sind vielformig und vielfarbig mit auffallender Größenvarianz. Sie reifen ab August bis Oktober.
Doppelgänger
Der Doppelgänger der Kriecherl ist die Kirschpflaume. So hat die Kirschpflaume im Gegensatz zum Kriecherl zum Beispiel am Grund rötliche Blüten und an der Basis rötliche Staubgefäße. Der trockene Kern der Kriecherl ist runzelig – grubig, bei der Kirschpflaume wäre er kirschartig glatt.
Wer steht drauf?
Die Früchte werden durch Vögel und Kleinsäuger verbreitet.
Wofür taugt das Gehölz?
- Die Früchte sind essbar
- Das Holz kann für Drechselarbeiten genutzt werden
Phänologische Phasen
Blattentfaltung
Die ersten Blätter sind an 3 Stellen vollständig entrollt oder entfaltet, wobei die Blätter schon ihre endgültige Form, aber noch nicht die endgültige Größe haben.
Blühbeginn
Die ersten Pflanzen beginnen zu blühen. Bei den Sträuchern sind die ersten Blüten an mindestens 3 Stellen vollständig geöffnet, sodass die Staubgefäße sichtbar sind.
Beginn der Fruchtreife
Normal gewachsene und gesunde Früchte sind an mindestens 3 Stellen der Pflanze reif, also vollständig verfärbt.
Kriecherl - Fruchtreife

